Gereon Krebber

(Deutschland) *1973 in Oberhausen

Liest man den weiblichen Vornamen „Myreen“ als Titel der Skulptur von Gereon Krebber, mag man ein Porträt oder die Skulptur einer Frau erwarten. Was Gereon Krebber mit dieser Arbeit jedoch präsentiert, wirkt zunächst nicht unbedingt figürlich. Als wäre in just diesem Moment aus etwas Flüssigem etwas Festes geworden, liegt die organisch anmutende Skulptur in leichter S-Form auf dem Boden. Das Momument, das auf einer Seite erheblich höher ist, bewegt sich im Spannungsfeld zwischen figürlich und abstrakt: Die tiefschwarze, matte Außenhaut wellt sich in Wülsten und Einstülpungen und strahlt dabei eine unmittelbare Schwere aus. Spielerisch erzeugt Krebber eine Atmosphäre des Fremden, Unbekannten, aber stößt gleichzeitig unsere Imagination an, genauso wie man sich von der Plastik parallel angezogen und abgestoßen fühlen mag. Die biomorphe Form schichtet sich so wie die abgerundete V-Form eines weiblichen Körpers, der auf der Seite liegt. Widersprüchlich, eigentümlich und geheimnisvoll sind die Qualitäten, die diese Arbeit, geformt aus einer Reihe von Alltagsmaterialien, so eigen machen. Gereon Krebber lernte in den späten 1990er Jahren in Düsseldorf bei Tony Cragg und bekleidet nach seinem Master am Royal College of Art in London heute die Professur für Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie.

Exponate

Blickachsen 13