Donnerstags ist alles gut

Leunora Salihu

(Deutschland) *1977 in Pristina, Kosovo

Mit zwei Werken ist Leunora Salihu bei den Blickachsen 12 vertreten. Nach dem Abschluss verschiedener Studien in Pristina und Kiel studierte Salihu Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin bei Tony Cragg war und sehr schnell ein eigenständiges künstlerisches Profil entwickelte. Heute lehrt die Lothar-Fischer-Preisträgerin an der Universität Gießen. In ihren Skulpturen und modularen Raumkörpern untersucht Salihu architektonische Formprinzipien und die Ausdrucksmöglichkeiten verschiedener Materialien. Gleichzeitig beschäftigt sie sich mit der Suggestion von Bewegung in statischen Objekten: „Ich suche etwas Überzeitliches in Form und Material, gepaart mit zeitlichen Aspekten der Bewegung. Es reizt mich, solche Gegensätze in einem klaren Bild zu verdichten“, führt Salihu aus. So scheint ihr eleganter „Bogen“ aus einer Vielzahl von versetzt aneinandergefügten kleinen Scheiben zu bestehen, die eine bewegte Oberflächenstruktur erzeugen. Zusätzlich lässt seine schmale Rundung an die Beweglichkeit eines aus unzähligen Gliedern gefertigten Metallbandes denken. Der oval-röhrenförmige „Urraum“ zeigt dagegen eine dynamische Spannung zwischen den außen sichtbaren Konstruktionsmodulen und der Innenhaut – und er wirkt, als würde er schaukeln, wenn man ihn beträte.

Exponate

Blickachsen 12