Donnerstags ist alles gut

Sofia Hultén

(Schweden) *1972 in Stockholm

Sofia Hultén widmet sich in ihrem Schaffen den Objekten, die uns umgeben. Sie arbeitet mit gebrauchten, auch mit gefundenen Gegenständen. In Installationen und Videoarbeiten lässt sie diese oft in einem neutralen Raum für sich stehen; so fokussiert sie die Aufmerksamkeit der Betrachter auf ihre Eigenschaften, unabhängig von ihrer Funktion für die Nutzer. Durch diese Perspektive wird klar, dass die Materialität, der Gebrauchs- und der Tauschwert von Dingen ganz unterschiedliche Aspekte sind, deren Verhältnis zueinander verschoben werden kann. Gleichzeitig thematisiert Hultén – häufig mit einem Augenzwinkern – unsere Beziehung zu den Objekten, die sie vorstellt. Die drei an Fahrradgeländern hängenden Rahmen teurer Sporträder, die „This, That, Other“ bilden, würden am Straßenrand in einer Großstadt nicht auffallen; im Kurpark, auf einer Wiese abseits des Weges, erregen sie jedoch Aufmerksamkeit. Bei genauerem Hinsehen fällt ein absurdes Detail auf: Die Fahrradrahmen scheinen um das Geländer geflochten zu sein, was genauso unmöglich ist, wie sie wieder zu befreien und ihrem ursprünglichen Nutzen zuzuführen. Ähnliche Arbeiten zeigte Sofia Hultén, die in Berlin lebt und arbeitet, bereits in Einzelausstellungen in ganz Europa, etwa im Museum Tinguély in Basel oder in der Fundació Joan Miró in Barcelona.

Exponate

Blickachsen 12