Donnerstags ist alles gut

Alicja Kwade

(Deutschland) *1979 in Kattowitz, Polen

Mit ihren skulpturalen und installativen Arbeiten ist Alicja Kwade bereits in jungen Jahren der internationale Durchbruch gelungen. Ihre Werke, die durch subtile Objektkonstellationen Altbekanntes neu beleuchten oder Traditionen der modernen Kunst kommentieren, faszinieren die Besucher von Ausstellungen weltweit. Auch bei den Blickachsen 11 avancierte Kwades Installation „Big Be-Hide“ zu einem der Publikumsmagnete: Ein Findling, dessen Aluminiumabguss und ein dazwischenstehender zweiseitiger Spiegel spielten mit der Wahrnehmung der Betrachter. In Blickachsen 12 lenkt die Künstlerin nun mit ihrer Arbeit „Wächter (Anschauungsvorstellung)“ das Augenmerk auf fünf bildhauerische Materialien, auf ihre Beschaffenheit, Farbigkeit und Möglichkeiten. Die abstrakte Komposition umfasst vier unterschiedlich proportionierte und ausgerichtete Blöcke aus Carrara-Marmor, Rosengranit, Sandstein und Eichenholz sowie einen lebensgroßen Zylinder aus Aluminium. Die Objekte erscheinen als Rohmaterial für Skulpturen, die erst noch entstehen müssen. So regt Kwade mit ihren im Bad Homburger Schlosspark positionierten „Wächtern“ die Vorstellung der Betrachter an, und thematisiert zugleich den jahrhundertealten Topos des Künstlergenies, das bereits im unbehauenen Block die abgeschlossene Figuration imaginiert.

Exponate

Blickachsen 11