Mimmo Paladino

Der italienische Maler und Bildhauer Mimmo Paladino ist einer der Hauptvertreter der Transavanguardia, später auch Arte Cifra genannt – einer Kunstrichtung, die sich seit 1977 in einer individualistischen und symbolischen Sprache wieder der Figur und dem Gegenstand zuwendet: Antike und christliche Motive, außereuropäische Symbole und Formen sowie Zitate aus der abendländischen Kunstgeschichte werden ohne die Offenbarung eines Sinnzusammenhangs kombiniert und erzeugen eine verschlüsselte und expressive Bildwelt, die das Unbewusste mit einbezieht. Dabei ist in der Formensprache Mimmo Paladinos seine frühere Beschäftigung mit der Abstraktion noch erkennbar. Zwei Bronzeskulpturen des Künstlers sind in „Blickachsen 7“ zu sehen. Die Plastik „Porta d’ Oriente“ (Tor des Orients) ist für die Dauer der Ausstellung im Unteren Schlosshof zwischen den beiden Torbögen des Schlosses als zeitgenössisches Pendant aufgestellt. Das stilisierte Bronze-Pferd mit dem Titel „Architettura“ hingegen steht im Oberen Schlosshof der barocken Büste des Landgrafen gegenüber und korrespondiert mit der historischen skulpturalen Ausstattung des Schlosses.

Exponate

Blickachsen 7

Architettura
Porta d'Oriente

Baechler, Donald
Beaumont, Hanneke
Borofsky, Jonathan
Ford, Laura
Hoffmann, Paul
Hunter, Kenny
Klinge, Dietrich
Koorida, Masayuki
Nash, David
Oka Doner, Michele
Oppenheim, Dennis
Otterness, Tom
Paladino, Mimmo
Paschakarnis, Vanessa
Pepper, Beverly
Plensa, Jaume
Randall-Page, Peter
Rickey, George
Röhm, Vera
Ulrichs, Timm
Venet, Bernar
Wang, Zhan