Michele Oka Doner

Die Impulse für ihr künstlerisches Schaffen erhält die gefeierte Amerikanerin Michele Oka Doner aus dem Formenrepertoire natürlicher Organismen: Kleine Stöckchen, Flechten und tropische Pflanzensamen, am Strand aufgelesene Schwämme, Korallen oder Algenbüschel dienen ihr als gestalterische Vorlage. Es ist die Schönheit natürlichen Gewebes, das sie fasziniert. In ihrem künstlerischen Ausdruck bedient sich Michele Oka Doner organischer Grundstrukturen, die sie virtuos im Wachsausschmelzverfahren wie eine Alchemistin in bronzene oder silberne Vasen, Stühle und Schmuckstücke, in Skulpturen oder groß angelegte Außenraumprojekte verwandelt. In ihren filigran strukturierten Bronzeskulpturen erforscht sie die menschliche Figur. Es sind Verkörperungen, scheinbar organische Materialisationen mythischer Götter und Göttinnen, wie die Titel nahelegen. Die im Bad Homburger Schlosspark platzierte Bronzearbeit „Titan“ verbindet Formelemente aus Flora und Fauna. Aus Menschenfüßen scheint eine menschliche Formen andeutende Gestalt aus pflanzlichem Gewebe emporzuwachsen. Vollständigkeit gewinnt sie durch ihre Dichte und einzigartige Struktur.

Exponate

Blickachsen 7

Titan

Baechler, Donald
Beaumont, Hanneke
Borofsky, Jonathan
Ford, Laura
Hoffmann, Paul
Hunter, Kenny
Klinge, Dietrich
Koorida, Masayuki
Nash, David
Oka Doner, Michele
Oppenheim, Dennis
Otterness, Tom
Paladino, Mimmo
Paschakarnis, Vanessa
Pepper, Beverly
Plensa, Jaume
Randall-Page, Peter
Rickey, George
Röhm, Vera
Ulrichs, Timm
Venet, Bernar
Wang, Zhan