Jonathan Borofsky

Das vielseitige Werk des Amerikaners Jonathan Borofsky ist weltweit insbesondere durch zahlreiche Skulpturen im öffentlichen Raum bekannt. In Deutschland sind dies neben anderen etwa der „Hammering Man“ vor dem Frankfurter Messegelände oder der in Berlin in der Spree installierte „Molecule Man“. Aus der Überzeugung heraus, Malerei und Bildhauerei seien überholt, entschied Borofsky Ende der 1960er Jahre, seine bisherige künstlerische Praxis einzustellen. Stattdessen begann er, Zahlenmeditationen zu notieren und seine Reflexionen in Ziffern- und Diagrammform zu veranschaulichen. Im Kontext der Konzept- und Ideenkunst versuchte er später, wissenschaftliche Erkenntnisse in künstlerische Modelle umzusetzen, um so zu einer Darstellung der Menschheitsgeschichte zu gelangen. In diesen Bezugsrahmen intellektueller und schöpferischer Recherche fügt sich die großformatige Stahlplastik „Human Structures“ (menschliche Strukturen), die auf der Wiese unterhalb des Schmuckplatzes im Bad Homburger Kurpark hoch aufragt: Vier miteinander verbundene Säulen werden aus aufeinander stehenden Gruppen von lebensgroßen stilisierten Stahlfiguren geformt, die sich an den Händen halten. „Hand in Hand“ bilden diese Figuren eine menschliche Struktur, versinnbildlichen sie die Struktur der Menschheit.

Exponate

Blickachsen 7

Human Structures

Baechler, Donald
Beaumont, Hanneke
Borofsky, Jonathan
Ford, Laura
Hoffmann, Paul
Hunter, Kenny
Klinge, Dietrich
Koorida, Masayuki
Nash, David
Oka Doner, Michele
Oppenheim, Dennis
Otterness, Tom
Paladino, Mimmo
Paschakarnis, Vanessa
Pepper, Beverly
Plensa, Jaume
Randall-Page, Peter
Rickey, George
Röhm, Vera
Ulrichs, Timm
Venet, Bernar
Wang, Zhan