Alicja Kwade

(Deutschland) *1979 in Kattowitz, Polen

Die in Berlin lebende Künstlerin Alicja Kwade setzt sich in ihrem multimedialen Werk mit Wahrnehmungsstrukturen und physikalischen Grundgesetzen auseinander. Optische Erfahrungen und deren Täuschung prägen ihr Schaffen, das regelmäßig gängige Blickgewohnheiten überschreitet. Wesentliche Elemente ihrer künstlerischen Strategien basieren dabei auf der Transformation, auf dem Zusammenklang oder auf der Spiegelung von Objekten und Materialien. Die bei „Blickachsen 11“ im Bad Homburger Kurpark ausgestellte Arbeit „Big Be-Hide“ setzt sich mit dem Wechselspiel von „Sein“ (Be) und „Verbergen“ (Hide) auseinander. Zwei formgleiche ‚Steine‘ aus unterschiedlichen Materialien, ein Findling und dessen Aluminiumabguss, liegen nebeneinander und sind von einem großen zweiseitigen Spiegel getrennt. Abhängig von der Betrachterposition fungiert das Spiegelglas einerseits als doppelnde Reflektionsebene, als Spiegel, andererseits aber auch als scheinbar durchlässige Fläche, die den Naturstein mit seinem glänzenden metallenen Doppelgänger konfrontiert: Das Glas verbirgt Teile eines der Objekte, vervollständigt es jedoch gleichzeitig wieder durch das entsprechende Spiegelbild des anderen. So entsteht in der Überlagerung von Wirklichkeit und Schein illusionär ein neues Objekt.

Exponate

Blickachsen 11